Was heißt BARF?

BARF ist eine Abkürzung und sie bedeutet: "Bones And Raw Food" (Knochen und rohes Futter). Eingedeutscht wurde es dennnoch unter dem Begriff: "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter".

Fleisch- die natürliche Nahrung des Hundes!

„Am besten verdaut und resorbiert der Hund rohes Fleisch ...“

(aus einem der wichtigsten Lehrbücher für Tierärzte: Klinik der Hundekrankheiten von H.J. Christoph)


Hunde sind als klassische Raubtiere Fleischfresser. Ihr gesamter Körper und Organismus ist am besten auf das Fangen von Beute und die Verdauung von Fleisch und Innereien eingerichtet. Der Hund deckt durch die Aufnahme von Fleisch und Innereien der Beutetiere seinen gesamten Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Dabei gibt es keinen rassespezifischen Unterschied. Unter natürlichen Bedingungen fressen Hunde fast ausschließlich Fleisch und Innereien. Dabei wird Fleisch sowohl frisch als auch als Aas verzehrt. Nicht gefressen werden Haut/Fell und der Mageninhalt der Beutetiere. Auch Knochen werden von Hunden in freier Natur nicht gefressen, sondern lediglich abgenagt und als "Kauspielzeug" benutzt.

 

Die freie Aufnahme von pflanzlicher Nahrung beträgt unter natürlichen Bedingungen nur ca. 5% und beschränkt sich nur wenige Tage im Jahr auf reifes und süßes Obst. Getreide oder Gemüse wird von Hunden in der freien Natur nicht gefressen. Besonders beliebt bei Hunden ist der frische "grüne" (ungewaschene) Pansen. Durch diesen nimmt der Hund wichtige Kleinlebewesen und Bakterien auf, die für seine Darmverdauung von essentieller Bedeutung sind. Diese Bakterien und Kleinlebewesen ("Darmflora") helfen, die aufgenommene Nahrung resorptionsfähig zu machen (Vorverdauung), puffern verschieden Futterstoffe, produzieren wichtige Vitamine und stimulieren die körpereigene Abwehr. Ein Mangel an Darmflora führt unweigerlich zu Verdauungsstörungen, wie Durchfall oder Verstopfung, Malabsorption/Malresorption und übergroßen Kotmengen, aber auch zu Vitaminmangel-Erscheinungen, Resistenzschwäche und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. 

 
Warum sollte man Fleisch füttern? Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!


Die Vorteile der Frischfleischfütterung sind sehr vielfältig. Im Zusammenhang mit der Fleischfütterung können wir nachfolgende Beobachtungen von Hundehaltern und Tierärzten berichten:

  • weniger Durchfall, weniger Futterallergien!
  • weniger Unruhe, hoher Sättigungsefekt!
  • weniger Zahnstein, weniger Mundgeruch!
  • weniger Gelenkschmerzen und Lahmheiten, keine Panostitis bei Junghunden!
  • seltener Harn- und Blasensteine, weniger Harnwegsinfektionen!
  • weniger Vitamin-Mangel, kein glanzloses Fell!
  • optimales und angepasstes Wachstum bei jungen Hunden!
  • geringere Krankheitsanfälligkeit und bessere Leistungsfähigkeit!
  • seltener tödliche Magendrehung!
  • kaum Übergewicht, geringere Kotmengen!

Was soll man nun am besten füttern?

 

Muskelfleisch + Sehnen und Bindegewebe + Knorpel + Fett + Innereien!

 

Beim Verzehr der Beute nimmt der Hund immer verschiedene tierische Gewebe („Fleischsorten“) zu sich. Neben dem reinen Muskelfleisch, welches ca. 80% der Beute beträgt, fressen Hunde auch Bindegewebe, Sehnen, Faszien, Knorpel, Schleimhäute und Fettgewebe, Leber, Nieren, Milz und Lunge der Beutetiere. Bei der Verfütterung von Fleisch ist deshalb unbedingt darauf zu achten, das Hunde nicht nur reines Muskelfleisch bzw. nur Innereien (z. B. Pansen) erhalten, sondern eine Mischung aus verschiedenen tierischen Geweben („Fleischsorten“):